Automation mit ABB Advant Controller 31

Die AC31 (früher als Procontic CS31 bezeichnet) ist eine preiswerte, dezentrale Steuerung mit einer umfangreichen Bibliothek. Die Zentraleinheiten besitzen eine eingebaute Echtzeituhr, ein Flash EPROM zur komfortablen Programmsicherung und einen schnellen Zählereingang, mit bis zu 50 kHz.

Die SPS-Programmierung erfolgt mit der Software AC1131.

Bis zu 32 einzelne Module können mittels einer zweiadrigen, abgeschirmten Leitung bis zu einer Länge von 500 m miteinander vernetzt werden. Ab einer Länge von 500 m benötigt man einen Busverstärker vom Typ NCB, mit drei NCB's kann der CS31-Bus auf eine Länge von 2000 m ausgebaut werden.
Mit dem CS31-Systembus-Modul NCBR lässt sich ein redudantes Datenübertragungssystem oder eine sternförmige Konfiguration aufbauen.
Benötigt man eine höhere Anzahl als 32 Module, so gibt es die Möglichkeit, mehrere AC31-Linien aufzubauen, und diese wiederum über ARCnet zu vernetzen.

Projektbeispiel: Tänzerregelung

ABB Procontic CS31

Mein interessantestes Projekt mit einer AC31 war die Tänzerregelung an einem CV-Rohr in einer Kabelfabrik.
Zwischen dem Schubcapstan und dem Zugcapstan (beide mit Gleichstrommotoren und PAD's ausgestattet) wird ein Mittelspannungskabel durch ein hyperbolisch gekrümmtes CV-Rohr gezogen. Dieses Rohr ist bis zu 400 Grad heiß, das Kabel darf deshalb die Wände nicht berühren.
Nach dem Umbau des Rohres funktionierte die alte analoge Regelung nicht mehr. Also ersetzte ich sie durch eine SPS vom Typ CS31.

In der CS31 programmierte ich einen PI-Regler, dessen Ausgang mit dem Leitwert der Anlage multipliziert und das Produkt zum Sollwert addiert wird.
Dadurch konnte die Produktionsgeschwindigkeit von 12m/min auf 16m/min gesteigert werden. Wobei die Anlagengeschwindigkeit nun nur noch durch die Extruder gedrosselt wurde, die Tänzerregelung selber war in der Lage, die volle Geschwindigkeit von 20m/min aus zu regeln.

AC31-Adapter zur Nachrüstung bzw. als Ersatzteil vorhandener AC31-Anwendungen

AC31-Serie 90

Eine lange Historie von ABB

Durch die Aktivitäten von ABB im SPS-Geschäft hat ABB in mehr als 40 Jahren eine umfassende Erfahrung erworben, die von festverdrahteten, zentralen und dezentralen SPS-Systemen bis zur skalierbaren SPS reicht. Eine der früheren Produktserien von ABB, die AC31-Serie 90, wurde durch die AC500 SPS-Plattform abgelöst.

Zum Schutz Ihrer wertvollen Investitionen und um den Umstieg auf die neue Generation der AC500 SPS zu erleichtern, bietet ABB AC31-Adaptermodule auf Basis der AC500 an.

Die Module haben den gleichen Platzbedarf, die gleiche Verkabelung und identische Merkmale wie die Produkte der AC31-Serie 90 mit aktueller AC500-Hardware.

AC31-Adaptermodule können die vorhandenen AC31-Geräte ersetzen, die entweder direkt kompatibel sind oder lediglich geringe Anpassungen beim Anwenderprogramm erfordern.
Bei den Anpassungen Ihres Anwenderprogrammes bzw. der Um-Programmierung der SPS kann ich Ihnen auch meine Unterstützung anbieten.

AC31-Adapter

Hauptmerkmale und Architektur

Die Anschlusspunkte unterscheiden sich nicht von der Vorgänger-Hardware und die Anzahl bzw. der Typ der E/A-Kanäle ist vergleichbar. Für dezentrale E/A-Geräte am CS31 Bus können die E/A der vorhandenen Feldanwendung ohne eine Änderung der Applikation oder Konfiguration modifiziert werden.

Neue Module können über DIP-Schalter konfiguriert werden. Der Austausch der AC31 SPS durch die 07KT98-x-AD SPS erfordert nur geringfügige Programmänderungen mit Hilfe der Automation Builder Engineering Suite.


Die Vorteile auf einen Blick:

  • Mit den dezentralen E/A-Modulen der AC31-Series 90 kompatibel, optional mit 1-zu-1-Austausch im Feld, keine Änderung der Applikationskonfiguration notwendig.
  • Der Platzbedarf ist mit dem der Vorgänger-Hardware identisch.
  • Automation Builder zur SPS-Programmierung und Weiterverwendung der vorhandenen Programmierung z. B. mit der AC1131 Software.
  • AC500 Standardmodule für einen nahtlosen Wechsel von der AC31 auf die neue AC500.
  • Längere Lebensdauer der AC31 durch Umstieg auf die neue Lösung.