Siemens Simatic S7-400 AdressierungPhysikalische und logische AdressenAdressenUm einen Prozeß zu steuern, müßen wir die Ein- und Ausgänge (Kanäle) der Signalbaugruppen aus dem Ablaufprogramm ansteuern. Hierzu müßen wir eine eindeutige Zuordnung bilden zwischen der Lage des Kanals und einer Adresse, die wir im Anwenderprogramm verwenden.Physikalische AdresseDie physikalische Adresse eines Kanals ist fest vorgegeben. Sie richtet sich danach, wo der Ein- oder Ausgang physikalisch zu finden ist.Im einzelnen hängt dies von folgenden Bedingungen ab:
Logische AdressenDie logische Adresse einer Baugruppe und damit auch eines Kanals ist frei wählbar. Sie wird im Programm dazu verwendet, einen bestimmten Kanal anzusprechen. Der physikalische Einbauort der Baugruppe braucht bei der Programmierung nicht bekannt zu sein. Die Zuordnung zwischen logischer und physikalischer Adresse stellen wir mit STEP7 her.Die zwei Schritte der AdressierungDie Adressierung eines Kanals, d.h. die Zuordnung zwischen seiner Lage und seiner Adresse, nehmen wir in zwei Schritten vor:
HinweisBesteht unsere S7-400 nur aus einem ZG ohne EG, können wir auch die Defaultadressierung verwenden.DefaultadressierungUnter bestimmten Vorraussetzungen kann die CPU die Zuordnung der logischen Adresse und der physikalischen Adresse für uns übernehmen. (Defaultadressierung). Die logischen Adressen sind dann fest den Steckplätzen zugeordnet (Defaultadresse). Dezentrale Peripherie wird dadurch nicht berücksichtigt.Vorraussetzungen für DefaultadressierungUnter folgenden Vorraussetzungen erstellt die CPU eine Defaultadressierung:
Wie ermitteln wir die Default-Adresse einer Baugruppe?DefaultadresseDie Defaultadresse ermitteln wir aus der Nr. des Steckplatzes der Baugruppe im ZG.Die für die Berechnung der Defaultadresse verwendeten Algorithmen sind für Analog- und Digitalbaugruppen unterschiedlich.
Nachfolgendes Bild zeigt die Nummerierung der Steckplätze in einem Baugruppenträger mit 18 Steckplätzen. Die Nummern der Steckplätze können wir auch am Baugruppenträger direkt ablesen.
Defaultadressen von DigitalbaugruppenBei der S7-400 laufen die Defaultadressen für Digitalbaugruppen von 0 (1. Steckplatz im ZG, der jedoch im Normalfall von der Stromversorgungsbaugruppe belegt ist) bis maximal 68 (18. Steckplatz).Der für die Berechnung der Defaultadresse einer Digitalbaugruppe verwendete Alogorithmus lautet: Defaultadresse = (Steckplatznummer - 1) x 4
BeispielDie Defaultadresse einer Digitalbaugruppe im 12. Steckplatz lautet:Defaultadresse = (12 - 1) x 4 = 44
Defaultadressen von AnalogbaugruppenBei der S7-400 laufen die Defaultadressen für Analogbaugruppen von 512 (1. Steckplatz im ZG) bis maximal 1600.Der für die Berechnung der Defaultadresse einer Analogbaugruppe verwendete Alogorithmus lautet: Defaultadresse = (Steckplatznummer - 1) x 64 + 512
BeispielDie Defaultadresse einer Analogbaugruppe im 6. Steckplatz lautet:Defaultadresse = (6 - 1) x 64 + 512 = 832
Wie ermitteln wir die Defaultadresse eines Kanals?Kanal auf einer DigitalbaugruppeEin Kanal auf einer Digitalbaugruppe wird bitweise adressiert. Bei einer Digitaleingabebaugruppe mit 32 Eingängen werden 4 Bytes (beginnend mit der Defaultadresse der Baugruppe) zur Adressierung der Baugruppe verwendet, bei einer Digitaleingabebaugruppe mit 16 Eingängen werden 2 Bytes verwendet. Die einzelnen Eingänge (von oben nach unten) belegen dann jeweils die Bits 0 - 7 in diesen Bytes.
Kanal auf einer AnalogbaugruppeKanäle auf Analogbaugruppen werden wortweise adressiert.Beginnend mit der Defaultadresse der Baugruppe, die gleichzeitig die Adresse des obersten Kanals der Baugruppe darstellt, wachsen die Adressen der einzelnen Kanäle (von oben nach unten) um jeweils 2 Bytes (= 1 Wort). |